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20-Jähriger drang bewaffnet auf Gelände von Schloss Windsor ein – Anklage


Dem jungen Mann, der eine Armbrust mit sich trug, wird zur Last gelegt, er habe eine Schusswaffe dabei gehabt, „in der Absicht, Ihre Majestät zu verletzten oder zu alarmieren“, wie die Londoner Polizei am Dienstag mitteilte.

Die Höchststrafe unter dem „Treason Act“ (Verrat) beträgt sieben Jahre Haft. Das entsprechende Gesetz von 1842 war zuletzt 1981 angewandt worden. Damals wurde ein Mann zu fünf Jahren Haft verurteilt, der mehrere Schüsse auf Queen Elizabeth II. abgefeuert, die Königin aber verfehlt hatte.

Außerdem werden dem Mann Morddrohungen und der Besitz einer Angriffswaffe vorgeworfen. Er soll am 17. August zu einer Anhörung am Londoner Gericht Westminster Magistrates’ Court erscheinen.

Mann soll bis auf 500 Meter an Privatgemächer der Queen herangekommen sein

Der damals 19-Jährige aus der südenglischen Hafenstadt Southampton war trotz hoher Schutzvorkehrungen am 25. Dezember 2021 auf das Gelände der Queen-Residenz westlich von London gelangt. Er soll bis auf 500 Meter an die Privatgemächer der Königin, die auf Schloss Windsor weilte, herangekommen sein.

In einem Video, das britische Medien wenige Tage später zeigten, hatte vermutlich der Mann selbst angekündigt, er wolle die Queen ermorden. Damit nehme er Rache für diejenigen, die wegen ihrer Herkunft getötet, erniedrigt und diskriminiert worden seien sowie für die Toten des Amritsar-Massakers 1919. Damals hatten britische Kolonialtruppen in der indischen Stadt Amritsar das Feuer auf Demonstranten eröffnet und Hunderte getötet. Er sei ein indischer Sikh, sagt der Maskierte in dem Clip.





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