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45 Dollar die Nacht: Ich habe im Kapselhostel in Singapur übernachtet


Die Autorin in der Kapsel.
Marielle Descalsota/Insider

Ich verbrachte eine Nacht in den Galaxy Pods in Chinatown, einem Kapselhostel im Backpacker-Viertel von Singapur.

Ein Doppelbett, das eigentlich nur für eine Individual ausgelegt ist, kostete 45 US-Dollar professional Nacht.

Das Hostel enttäuschte mit klaustrophobisch kleinen Kapseln, dreckigen Badezimmern und unfreundlicher Atmosphäre. Lediglich das eigene Bistro stach hervor.

Chinatown ist eines der beliebtesten Reiseziele in Singapur.

Singapurs Chinatown.

Singapurs Chinatown.
Marielle Descalsota/Insider

Der historische Stadtteil ist einer der lebendigsten Gegenden Singapurs. Die Straßen sind gesäumt mit Sehenswürdigkeiten, Bars und Eating places. Im 19. Jahrhundert lebten hier chinesische Einwanderer. Heutzutage ist es ein multikultureller Ort, an dem Moscheen und Tempel in einer Straße nebeneinander Platz finden.

Chinatown ist auch bei Backpackern beliebt. In der Mosque Avenue befinden sich einige der beliebtesten Hostels des Stadtstaates.

Mosque Street in Chinatown.

Mosque Avenue in Chinatown.
Marielle Descalsota/Insider

Da Singapur als die zweitteuerste Stadt der Welt gilt, entscheiden sich viele Rucksacktouristen für günstige Inns und Hostels. Viele dieser Herbergen sind in Ladenlokalen untergebracht. Die Mosque Avenue in Chinatown, in der sich die meisten Unterschlüpfe aneinanderreihen, ist nur wenige Gehminuten von Sehenswürdigkeiten wie dem „Tempel der Zahnreliquie des Buddhas“ entfernt. Außerdem ist sie leicht zugänglich: Die MRT-Station Chinatown ist nur fünf Gehminuten entfernt.

Das Galaxy Pods in Chinatown ist eine Kapselherberge in der Mosque Avenue, die sich durch ihr Design auszeichnet. Mit seinem blau-gelben Farbschema hebt es sich vom Relaxation der Herbergen ab.

Galaxy Pods in Chinatown.

Galaxy Pods in Chinatown.
Marielle Descalsota/Insider

Ich wollte schon immer mal als Backpackerin reisen, aber die Pandemie stellte sich mir bis jetzt in den Weg. Das Galaxy Pods erschien mir als der perfekte Ort, um meinen Traum vom Reisen mit Rucksack für eine Nacht zu verwirklichen. Besonders die coolen Fotos, die ich on-line gefunden hatte, weckten mein Interesse. Im Hostel dreht sich nämlich, wie der Title schon erahnen lässt, alles ums Thema Weltall.

Ich buchte eine Kapsel mit Doppelbett für 60 Singapur-Dollar, umgerechnet 45 US-Dollar, und machte mich an einem Freitag Anfang März auf den Weg zur Mosque Avenue. Der Besitzer des Hostels nahm meine Anrufe nicht entgegen, als ich versuchte, ihn für einen Kommentar zu erreichen. Insider bezahlte meinen Aufenthalt, wie es bei unseren Reportagereisen üblich ist.

Direkt vor der Herberge fand ich eine Regenbogenflagge, sowie jede Menge Elektroautos.

Regenbogenflagge vor dem Hostel.

Regenbogenflagge vor dem Hostel.
Marielle Descalsota/Insider

Das Bistro des Hostels, Galaxy 28, ist dafür bekannt, dass es die lokale LGBTQ-Neighborhood unterstützt und begrüßt. „Wir diskriminieren niemanden – ob ihr heterosexuell, schwul, transgender, lesbisch, bi oder irgendetwas dazwischen seid, alle sind willkommen“, heißt es demnach auf der Web site des Bistros.

Nachdem ich meine Karte abgeholt hatte, stieg ich die Treppe der Herberge hoch. Mein erster Eindruck warfare ernüchternd: ein fauliger Gestank stieg mir in die Nase.

Marielle Descalsota/Insider

Der Teppich sah aus, als wäre er seit Jahren nicht mehr gereinigt worden. Die Einrichtung mit ihrer düsteren Beleuchtung und den hohen Holztüren wirkte nicht gerade einladend. Kaum natürliches Licht drang in das Gebäude, außer in die Toiletten, wo sich Fenster befanden. Ich musste drei Stockwerke hinaufsteigen, bevor ich den Wohnbereich erreichte, in dem sich meine Kapsel befand.

Der Schlafsaal beherbergte etwa ein Dutzend Kapseln. Sie ähnelten eher überdimensionalen Waschmaschinen als Raumschiffen.

Der Schlafsaal ähnelt einer Waschanlage.

Der Schlafsaal ähnelt einer Waschanlage.
Marielle Descalsota/Insider

Das Zimmer warfare überfüllt: Handtücher, Schuhe, Toilettenartikel und andere persönliche Gegenstände sammelten sich an den Seiten der Kapseln. Gerüche, mal mehr, mal weniger angenehm, füllten den Raum, der kaum gelüftet wurde. Trotz des scheinbar niedrigen Sauberkeitsstandards setzt die Herberge nach eigenen Angaben Technologien zur Eindämmung von Viren und Bakterien ein. „Unser Hostel ist in allen Gemeinschaftsbereichen mit UVC-Lampen ausgestattet, einer neuen Technologie, die in der Lage ist, Viren und Bakterien in der Luft abzutöten, um den Schutz unserer Hostelgäste zu verbessern“, schrieb das Hostel auf Fb. Ich zog schließlich meine Schuhe aus und richtete mich ein, um mein Zimmer für die Nacht zu erkunden.

Die Schlafkabine selbst warfare winzig. Ich bin nur 1,70 m groß, und ich passte gerade so hinein.

Die Autorin in der Kapsel.
Marielle Descalsota/Insider

In der Kapsel bedeckte eine dicke Staubschicht die Bettlaken. Jedes Mal, wenn ich mich drehte, konnte ich das Metall der Kapsel klappern hören. Das bedeutete, dass jeder im Raum jede meiner Bewegungen mitbekommen konnte – genauso wie ich die aller anderen hören konnte.

Die Kapsel warfare mit dem Nötigsten ausgestattet: einer Bettdecke, Handtüchern, Kopfkissen, einem Fernseher, der nicht anging, und einem Spiegel.

So sieht eine Kapsel von innen aus.

So sieht eine Kapsel von innen aus.
Marielle Descalsota/Insider

Da die Gondel aus Metall besteht, warfare sie extrem schlecht belüftet. Der Ventilator hinter dem Spiegel warfare in keinem guten Zustand. Ich ließ einen Teil der Kapseltür immer offen, damit die kühle Luft der zentralen Klimaanlage durchkam. Das linderte auch meine Klaustrophobie. Aber da ich die Tür offen ließ, konnte ich jedes Mal riechen und hören, wenn jemand eine Packung Schweinefleisch Char Siu mit Reis zum Abendessen öffnete, und ich bekam jeden einzelnen Small Speak der Gäste mit. Abgesehen davon warfare die Matratze allerdings erstaunlich bequem – ich habe so intestine geschlafen, wie schon lange nicht mehr.

Die Stimmung in der Herberge warfare nicht gerade einladend. Manchmal kam ich mir vor, als wäre ich ein Eindringling. Einige Gäste hatten haufenweise Habseligkeiten in die Ecken des Zimmers gestopft.

Der Schlafsaal war chaotisch.

Der Schlafsaal warfare chaotisch.
Marielle Descalsota/Insider

Ein Gast sagte mir, ich solle ihr aus dem Weg gehen, bevor sie in die Nacht verschwand. Angesichts der Menge an Sachen, die in ihrer Kapsel verstaut waren, schien es, als hätte sie schon mehr als nur ein paar Tage in der Jugendherberge verbracht. Ein anderer Gast hatte einen Tisch in seiner Kapsel aufgestellt. Ich warf einen Blick darauf und sah, dass er perfekt mit Medikamenten, Schreibwaren und anderen Gegenständen bestückt warfare. Es schien, als wären einige der Gäste nicht nur für eine Übernachtung da. Die Herberge teilte mir mit, dass die monatliche Miete für ein Einzelbett 780 Singapur-Dollar und für ein Doppelbett 1.650 Singapur-Dollar kostete.

Das Gemeinschaftsbad warfare unter freiem Himmel, daher warfare es besser belüftet als der Schlafsaal.

Das Badezimmer des Hostels.

Das Badezimmer des Hostels.
Marielle Descalsota/Insider

Die Herberge hatte Badezimmer über zwei Stockwerke verteilt, und ich musste nie warten oder mit jemandem um die Dusche kämpfen.

Das Badezimmer warfare jedoch ziemlich dreckig, mit Schmutz auf dem Boden, den Wänden und der Toilettenschüssel. Zum Glück gab es einen Warmwasserbereiter.

Das Badezimmer selbst war sehr dreckig.

Das Badezimmer selbst warfare sehr dreckig.
Marielle Descalsota/Insider

Ich bin nicht zimperlich, was Toiletten angeht, aber diese hier schien von Dutzenden von Menschen benutzt worden zu sein, ohne dass es zwischendurch gereinigt wurde. In einigen Badezimmern standen Markenshampoos und Duschgels, was mir wieder das Gefühl gab, dass ich in das Haus eines anderen eindringe. Alles in allem wollte ich hier so wenig Zeit verbringen wie nur möglich und duschte so schnell wie noch nie in meinem Leben.

Als ich gegen 2 Uhr nachts von einem Spaziergang zurückkehrte, warfare das Bistro intestine besucht.

Das Galaxy 28 Bistro.

Das Galaxy 28 Bistro.
Marielle Descalsota/Insider

Die Leute unterhielten sich ausgelassen in dem Bistro, das vollkommen im Weltraumstil eingerichtet warfare. Neonlichter erhellten den ansonsten dunklen Raum. Einige schienen gerade von der Arbeit zu kommen, trugen formelle Kleidung und hatten einen Rucksack dabei. Da in Singapur der Verkauf von alkoholischen Getränken nach 22:30 Uhr verboten ist, wurde in dem Bistro etwas serviert, das wie Tee aussah. An quick jedem Tisch stand eine Teekanne, die unter Freundinnen und Freunden geteilt wurde.

Fazit: Ich würde wieder in einer Herberge übernachten – nur nicht in dieser.

Spaziergang um 2 Uhr nachts.

Spaziergang um 2 Uhr nachts.
Marielle Descalsota/Insider

Wenn ihr in Singapur seid, ist Chinatown auf jeden Fall einen Besuch wert, ebenso wie das Bistro Galaxy 28. Seit Beginn der Pandemie gibt es in dem Stadtstaat kaum noch ein Nachtleben, aber in der Mosque Avenue warfare auch nach Einbruch der Dunkelheit noch viel los. Aufgrund der mangelnden Sauberkeit der Toiletten und der unfreundlichen Atmosphäre in der Herberge kann ich das Galaxy Pods allerdings nicht weiterempfehlen.

Dieser Artikel wurde von Lara Hansen aus dem Englischen übersetzt. Das Unique findet ihr hier.

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