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Auch EU verhängt Sanktionen gegen Oligarchen Roman Abramowitsch


Wladimir Putin und Roman Abramowitsch 2016 in Sotschi

Wladimir Putin und Roman Abramowitsch 2016 in Sotschi
Mikhail Svetlov/Getty Photos

  • Nach Großbritannien hat nun auch die EU Sanktionen gegen den russischen Multimilliardär Roman Abramowitsch beschlossen.
  • Vermögenswerte des Oligarchen in der EU werden eingefroren. Er darf zudem nicht mehr in die EU einreisen.
  • Die Sanktionen sollen bereits an diesem Dienstag in Kraft treten.

Nach Großbritannien verhängt nun auch die Europäische Union Sanktionen gegen den russischen Multimilliardär Roman Abramowitsch. Die in der EU vorhandenen Vermögenswerte des bisherigen Eigentümers des britischen Fußballclubs FC Chelsea müssen damit eingefroren werden. Er wird zudem nicht mehr in die EU einreisen dürfen. Das bestätigten mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Montagabend nach einer Sitzung der ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten in Brüssel. Diese brachten demnach das notwendige schriftliche Verfahren für den Sanktionsbeschluss auf den Weg. Die Strafmaßnahmen sollen bereits an diesem Dienstag (15. März) in Kraft treten.

Das Vermögen von Abramowitsch wurde vom US-Magazin «Forbes» auf zuletzt 7,2 Milliarden US-Greenback (etwa 6,6 Mrd. Euro) geschätzt. Neben dem Champions-League-Sieger FC Chelsea besitzt der 55-Jährige demnach auch eine der größten Luxus-Jachten der Welt. Die rund 163 Meter lange «Eclipse» wurde von der Hamburger Werft Blohm + Voss gebaut und 2010 in Dienst gestellt.

Großbritannien hatte im Zusammenhang mit der Invasion Russlands in die Ukraine bereits vergangene Woche Sanktionen gegen Abramowitsch verhängt. Diese haben auch Auswirkungen auf den FC Chelsea. So darf der Fußballverein vorerst keine Spielertransfers mehr tätigen und keine Eintrittskarten für Spiele mehr verkaufen. Auch das Funds für Auswärtsreisen ist stark beschränkt. Die Maßnahmen werden vermutlich so lange gelten, bis Abramowitsch den FC Chelsea verkauft hat. Der Russe hatte diesen Schritt bereits kurz nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine, aber noch vor der Verhängung der Sanktionen gegen ihn angekündigt.

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Neben den Sanktionen gegen Abramowitsch brachten die Vertreter der Mitgliedstaaten auch die notwendigen Rechtstexte für andere zusätzliche Russland-Sanktionen auf den Weg. Sie waren bereits am Freitag angekündigt worden und umfassen ein Ausfuhrverbot für Luxusgüter nach Russland, Einfuhrbeschränkungen für bestimmte Produkte der russischen Eisen- und Stahlindustrie sowie ein umfassendes Verbot neuer Investitionen in den gesamten russischen Energiesektor.

Zudem sollen Russland unter anderem handelspolitische Vergünstigungen gestrichen werden, die es eigentlich als Mitglied der Welthandelsorganisation WTO hat. Konkret soll Russland dabei der «Meistbegünstigtenstatus» entzogen werden.

ro/dpa

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