Lifestyle

„Das perfekte Dinner“: Agnes ruiniert Christians Maßanzug mit Rosé


„Das perfekte Dinner“ : „Boah, Katastrophe“: Vivi verpatzt ihr Luxus-Spotlight

Das Qualitätsfleisch ist eigentlich ein Selbstläufer, denkt sich Vivianne, Gastgeberin an Tag 1 der Dinner-Woche im Lahn-Dill-Kreis. Doch ausgerechnet ihr kulinarisches Spotlight geht in die Hose – okay.o. durch technischen Fehler …

Für Hyperlinks auf dieser Seite erhält FOCUS On-line ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit gekennzeichnete. Mehr Infos
  • „Das perfekte Dinner“ ist eine Koch-Present, bei der fünf Hobbyköche und Köchinnen aus einer Stadt oder Area im Wettbewerb gegeneinander antreten.
  • Die Present läuft Montag bis Freitag um 19.00 Uhr auf Vox
  • FOCUS On-line berichtet im Ticker

Montag, 9. Mai: In Wetzlar fiebert Vivianne (27), genannt Vivi, aufgeregt ihrem Abend bei „Das perfekte Dinner“ im Lahn-Dill-Kreis entgegen: „Ich bin echt froh, wenn der Tag heute rum ist.“ Die Sachbearbeiterin in Elternzeit vertraut ganz auf Opas Küchenweisheiten: „Mein Opa hat bezüglich der Butter immer gesagt, dass man bei Butter nicht geizen soll, weil die Kacke muss glänzen.“ Das Hüftgold verpackt sie in folgenden Speisen:

  • Vorspeise: Rot-Weißes Türmchen in grünem Bett
  • Hauptspeise: Edles an Gestampftem mit gezwiebelter Beilage
  • Nachspeise: Winter Ade, Sommer Juchhee!

„Mein Menü ist jetzt nicht so aufwendig“, dafür achtet Vivi auf Qualität. „Das Fleisch ist einfach das Spotlight. Das ist wie Trüffel, nur als Fleisch.“ Wenn man es richtig zubereitet …

Gabi wünscht sich „mehr Bums“

„Kamelaugen esse ich nicht, ansonsten alles“, nickt Reinhold (69) das Menü ab. Die beiden Ü60-er Reinhold und Leander (63) hätten nichts gegen eine weibliche Gastgeberin um die 30: „Würde die Runde etwas auflockern.“ Ihr Wunsch erfüllt sich, als Vivi ihnen die Tür öffnet.

Hinter der Vorspeise verstecken sich Rote Bete, Mozzarella und Feldsalat. Vivi ruft aus der Küche: „Mag jeder Rote Bete?“ Einstimmiges Ja. Vivi überrascht: „Oh, das ist intestine!“ Allerdings bemängelt Gabi (62): „Die Rote Bete hätte ein Ticken mehr Bums gebraucht.“ Julian (33) vermisst den Crunch, findet’s ansonsten lecker: „Ich nehme das gerne in mein Rezept-Portfolio auf.“

„Technischer Fehler“ beim edlen Rind

Als Vivi verrät, dass es gleich Wagyu-Rind gibt, geht ein Raunen durchs Esszimmer. Julian freut sich auf einen Gaumenschmaus: „Ich habe gesagt, das würde ich unbedingt gerne mal probieren!“ Leander: „Ich liebe das Fleisch. Das ist großes Kino.“ Doch beim Anschneiden stellt Vivi entsetzt fest: „Das sieht ganz okay aus. Aber nicht perfekt.“ Damit verabschiedet sie sich vom Sieg: „Das ist nicht perfekt, Leute. Das wird nicht das perfekte Dinner.“ Scheibe für Scheibe steigt die Enttäuschung: „Boah, Katastrophe. Ich bin so traurig.“ Vielleicht hätte sie das edle Stück nicht entlang der Faser schneiden sollen …

Reinhold bemerkt den Fauxpas: „Da struggle ich sehr enttäuscht. Vom Gargrad, das struggle schon ein bisschen mehr als durch. Und ein technischer Fehler: Es struggle mit der Faser geschnitten und dadurch nicht so intestine essbar.“ Kurz gesagt: „Das Fleisch struggle nicht so zubereitet, wie es das eigentlich verdient gehabt hätte.“ Das wahre Spotlight ist für Leander deshalb die Beilage: „Der Kürbis-Stampf alleine: 10 Punkte.“

Reinholds Fazit: „Handwerklich einiges zu tun“

Spekulatius-Tiramisu und Zitronen-Tiramisu sollen den Abend retten. Das gelingt laut Reinhold zumindest teilweise: „Für mich struggle ganz klar der Sommer der absolute Favorit. Das hat mir so richtig intestine geschmeckt.“

Insgesamt bekommt Vivi ein großes Lob von den erfahrenen Herren: „Das hast du toll gemacht.“ Reinhold sieht trotzdem kleine Mängel: „Da ist noch handwerklich einiges zu tun.“ Mit 30 Punkten eröffnet Vivi das Rennen um den Dinner-Sieg.

Agnes ruiniert Maßanzug von Gast Christian mit Rosé – der ist „not amused“

Freitag, 6. Mai: „So richtig schön zum Schuheausziehen“, lobt Halbbrite Christian (53) den „French 75“-Aperitif von „Das perfekte Dinner“-Finalköchin Agnes (41). Die fröhliche Designerin hat nicht beim Gin gespart – und als im Allgäu aufgewachsene gebürtige Polin auch nicht mit Wortspielen und internationalen Aromen:

Motto: „Fortunate Comfortable Happa Happa“

  • Vorspeise: „Mais des guat“ – Mais / Karotte
  • Hauptspeise: „A fish comes true“ – Fisch / Mango
  • Nachspeise: „Cashew for those who can“ – Weiße Schokolade / Passionsfrucht & Zitrone

Doch ist es der großzügig gemixte Drink, die Erleichterung nach dem soeben überstandenen Hauptgang oder die Nervosität angesichts des nahenden Urteils: Auf fatale Weise verhakt sich Agnes’ Weinglas mit dem ihres Sitznachbarn Christian …

„Kann ich jetzt wieder gehen, Mama?“

Doch der durchgängig strenge (und modefanatische) Halbbrite (Agnes: „Mein Endgegner“) bewahrt eine „stiff higher lip“ und attestiert der Gastgeberin aufgrund des pastellfarbenen Anzugmusters sogar ästhetische Sicherheit: „Immerhin kein Rotwein. Du dachtest wohl ‘Rosé passt besser zum Anzug’.“ Eine entspannte Reaktion für seine Verhältnisse. Dennoch weiß die Gastgeberin: „Er struggle not amused. Das gibt sicher einen Punkt Abzug.“

Beim Look ihrer Gerichte geht Agnes keine Kompromisse ein. Als begeisterte Foodbloggerin muss jedes Quinoa-Körnchen sitzen: Der mit Kaffir-Limettenblättern pürierte Fisch erscheint in Kind eines Lollis, auf der Sahnehaube der Suppe wird jede Sprosse einzeln platziert, und die Zitronenpralinen zum Dessert erstrahlen in Blattgold.

Alles sehr „instagramable“ – wie intestine, dass solche Portale kein Zeitmanagement verraten. Das droht der Grafikdesignerin nämlich gehörig zu entgleiten. Wie intestine, dass sie bei der Vorbereitung auf einen common einsetzbaren Ehemann (“Kannst du bitte die grünen Mangos auspacken, die Pomelo schälen und das Püriersieb reparieren?”) zählen kann. In der Zwischenzeit „darf“ Sohn Fritz die Tischdeko arrangieren (“Kann ich jetzt wieder gehen, Mama?”). Darf er: Gemeinsam mit dem hilfreichen Vater schläft er heute Nacht „in unserem Büro“.

„Eine Mega-Komposition. Ich bin neidisch“

Dort bekommen sie nicht mit, wie sehr Agnes’ Gäste ihr Menü trotz des Rosé-Fauxpas feiern: „Da hat alles gestimmt“, schwärmt Denise (30), und sogar der begossene Christian muss schmallippig zugeben, dass er trotz aller eigener Ambitionen übertrumpft worden ist: „Eine Mega-Komposition. Ich bin neidisch.“

10 perfekte Punkte vom Joachim Llambi des Ruhrgebiet-Dinners, ebenso von Denise und insgesamt 38: Das macht Agnes zur Siegerin am und im Pott. Mit entsprechendem Lokalkolorit fällt auch der Abschied der Runde aus: „Tschüssikowski, Tschö mit ö und Ciao Kakao!“

„Küchen-Diva“ Christian zickt nach Kritik: „Verbrannt? Die müssen so sein!“

Donnerstag, 5. Mai: Bislang fiel Halb-Brite Christian nicht gerade durch Laissez-Faire auf. Genauestens inspizierte er die Kompositionen seiner Vorgängerinnen Denise (30), Alexandra (37) und Antje (54) auf Reichhaltigkeit (“Nachher mache ich mir erst mal was zu essen”) und Gewürzvielfalt (“Wie, nur Salz?”).

Diesmal wird die von Agnes so getaufte „Küchen-Diva“ aber nicht streng über eine andere Schulter in den Kochtopf blicken. Vielmehr muss Christian jetzt sein eigenes Können beweisen. Die Latte hängt dabei hoch: „Christian ist sehr von sich überzeugt“, fasst Alexandra das Wesen des in England, Afrika und Asien aufgewachsenen Halb-Briten zusammen. „Wenn er heute abkackt, habe ich keine Menschenkenntnis“, formuliert Agnes ihre Erwartungen.

Entsprechend angespannt beginnt Mode- (“Ich lasse gerne maßschneidern”) und Kunstfan Christian die Vorbereitungen. Motto: „Guess what’s for dinner!?“. Properly, das steht auf der Karte:

  • Vorspeise: „The place’s the goat?“ – Walnuss / Feige / Sherry
  • Hauptspeise: „The place’s the meat?“ – Sellerie / Curry / French Fries
  • Nachspeise: „The place’s the blossom?“ – Milch / Honig / Engelshaar

Fremdsprachenkenntnisse sind additionally erwünscht, dazu kulinarische Offenheit: Als „Aromareise“ bezeichnet Christian den Connoisseur-Journey durch den Orient. Zwischen teilweise merkwürdigen Gemälden (“Meine tägliche Meditation”) und in pinker Cargohose (“Trägt nicht jeder”) kann das geschmackvolle Rätselraten und Abfragen beginnen: „Additionally, was schmeckt ihr hier?“

Die „Goat“ spürt eine positiv überraschte Antje im Frischkäse der Vorspeise aus lauwarmer Rote Bete mit Babyspinat und Sherry-Dressing auf – zum Glück für die Puristin nicht zu intensiv: „Ich habe Ziege geschmeckt, aber kein Fell.“ Die Suche nach dem „Beef“ hingegen führt ins Leere beziehungsweise Vegetarische: Serviert wird ein Sellerie-Steak mit Sauce Café de Paris. „Brauche ich nicht“, gesteht Denise: „Und meine Süßkartoffel-Pommes sind verbrannt.“ Kann nicht sein, so Christian: „So sind sie halt!“

„Geschmacklich wie Sauna-Aufguss“

Ähnlich prekär verhält es sich laut Alexandra und Agnes mit der Orangenblüten-Panna Cotta auf Engelshaar. Auch sie ist, wie sie ist – nämlich „seifig im Abgang“ (Alex). „Der Geschmack erinnert mich an Sauna-Aufguss“, äußert Agnes: „Blüten lasse ich auch künftig lieber in der Vase.“

Das erinnert an die Parole, die Christian gleich in puncto Aperitif (Rhabarber-Gin) ausgab: „Es muss schmecken oder weh tun.“ Die von ihm erwarteten „Geschmacksexplosionen“ hat nicht nur laut Alex vermisst. So the place are the factors? Immerhin 33 Punkte für Christian, was ihn doch standesgemäß kurz vor dem Finale an die Spitze katapultiert.

Gäste spotten über „Jungfrau“ Antje – und gehen hungrig nach Hause

Mittwoch, 4. Mai: Als „Buch mit sieben Siegeln“ empfindet OP-Schwester Alexandra (37) ihre kulinarische Mitstreiterin Antje (54). Das soll der „Das perfekte Dinner“-Abend ändern, an dem die eher sperrig wirkende Finanzbeamtin zu sich nach Dinslaken einlädt. Dort lebt sie mit ihrer eifrig bei den Vorbereitungen mithelfenden Frau Christina. Es ist Antjes dritte Ehe: Erst nach zwei unerfüllenden Beziehungen fand sie mit der in Polen geborenen Partnerin ihr Glück.

„Manche haben Tiere, wir Gemüse“, berichtet Antje stolz, zeigt ihren kleinen Nutzgarten und führt die Treppe hinab ins Reich der Pilze. Unter Plastikplanen gedeihen dort Sporenwesen vom Champignon bis zum Shiitake – „schon sehr nerdig“ wundert sich Agnes (41), die als Grafikdesignerin auch durchaus berechtigte ästhetische Bedenken äußert. „Tja, wem das Freude macht“, versucht Christian (53) der Sache etwas abzugewinnen: „Aber ich kaufe meine Pilze lieber auf dem Markt.“

Bei Antje ist getreu ihrem Menü-Motto jedoch alles „Hausgemacht“ und wie die Köchin nicht unbedingt poetisch:

  • Vorspeise: Cremesüppchen mit Brot
  • Hauptspeise: Kartoffeln, Pilze und Feta-Bete
  • Nachspeise: Brei und Apfelvariation

„Brei ist halt Brei“

Letztlich geht es ja um Geschmack. Und da hat sich Antje einiges vorgenommen: Aufgrund ihrer Unverträglichkeiten, unter anderem Gluten und Laktose, experimentiere sie gerne, seit Neuestem mit molekularen Formen. Beim Dinner ist diese Richtung von Granatapfelsaft in geleeartiger Tropfenform vertreten. Ihre mit Pilzzucht-Ergebnissen gefüllten Kartoffelklöße bringt Antje mithilfe eines Fleisch-Thermometers auf exakt 47 Grad. Auch sonst überlässt sie als Küchen-Wissenschaftlerin nichts dem Zufall.

Der bricht sich allerdings von alleine Bahn: Ihr karottenbasierter glutenfreier Brötchenteig will nicht so recht aufgehen, was mikroskopisch kleine Teigballen verursacht (Alex: „Das empfinde ich nicht als Nahrung“). Auch muss ein einziger Champignon unter allen Anwesenden aufgeteilt werden. Das erzeugt belustigte bis fassungslose Mienen: „Ich habe Starvation“, klagt Christian, und Agnes beschreibt die Pilzmenge als „homöopathisch“. Auch die Suppe holt die Gruppe geschmacklich nicht ab, und erst recht nicht das eher prosaisch beschriebene „schlotzige“ (Denise) Dessert. „Brei ist halt Brei“, so Denise (30) ratlos, „und gar nicht attractive“ (Alex).

Christian will nach dem Dinner „erst mal eine Kleinigkeit essen“

Nein, bei Antje geht es eher nüchtern zu. Schon im Vorfeld verriet sie, keinen Alkohol zu trinken und Speisen wie Gambas, Risotto, Portweinsauce und Schokokuchen mit flüssigem Kern noch nie probiert zu haben. Diese Unkenntnis sinnlicher Sperenzchen brachte ihr von der Pott-Runde den Spitznamen „Jungfrau“ ein.

Entsprechend unbeholfen gerät ihr trotz hoher Ambition und akribisch beschrifteter Vorbereitungsdöschen das Menü: Erst verlegt sie die Gemüsebrühe (Agnes: „Vielleicht im Nachttisch?“) und zerdeppert quick die Teller – von den übersichtlichen Portionen ganz abgesehen. Und so landet sie mit ebenso überschaubaren 24 Punkten erstmal hinter ihren Vorgängerinnen Denise und Alex. Und hinterlässt einen zu allem entschlossenen Christian: „Jetzt werde ich erst mal einen Wein aufmachen und eine Kleinigkeit essen.“

Das perfekte Dinner

Letzte Folge verpasst? Kostenlos bei TVNOW auf Abruf (Anzeige)

Mehr zu „Das perfekte Dinner“ lesen Sie  auf den nächsten Seiten.

js, pzk, lmf





Supply hyperlink

Leave a Reply

Your email address will not be published.

close