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Ex-Kanzler Gerhard Schröder verzichtet auf Gazprom-Aufsichtsrat


Bundeskanzler Gerhard Schröder.
image alliance/dpa | Christoph Soeder

Ex-Kanzler Gerhard Schröder hat bei „LinkedIn“ bekanntgegeben, er habe auf seine Nominierung für den Aufsichtsrat von Gazprom „schon vor längerer Zeit“ verzichtet.

Schröder sagt, er wundere sich über die jetzt erschienenen „anderslautenden Berichte“.

Die Kritik an Gerhard Schröder reißt seit Wochen nicht ab, weil sich der Altkanzler nicht von Wladimir Putin distanzieren möchte.

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat nach eigenen Angaben schon vor längerer Zeit auf die Nominierung für den Aufsichtsrat des russischen Energiekonzerns Gazprom verzichtet. Das habe er dem Unternehmen auch mitgeteilt, teilte Schröder am Dienstagabend auf dem On-line-Portal „LinkedIn“ mit. Die Authentizität des Beitrags wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Schröders Umfeld bestätigt.

Hier seht ihr den LinkedIn-Publish:

Der russische Energieriese Gazprom hatte Schröder Anfang Februar – kurz vor dem russischen Angriff auf die Ukraine – für einen Aufsichtsratsposten nominiert. Die Hauptversammlung ist für den 30. Juni geplant.

Zuletzt hatte Schröder seinen Aufsichtsratsposten für Rosneft niedergelegt

Der Altkanzler hatte zuletzt seinen Aufsichtsratsposten beim russischen Energiekonzern Rosneft niedergelegt. Das Unternehmen hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass Schröder seine Amtszeit nicht verlängern werde. Auch für die Pipeline-Gesellschaften Nord Stream und Nord Stream 2 struggle er tätig. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte Schröder nach seiner Entscheidung zu Rosneft dazu aufgefordert, weitere Tätigkeiten für Unternehmen aus dem Land einzustellen. 

Schröder steht in Deutschland wegen der Posten massiv in der Kritik. Vier SPD-Verbände haben ein Parteiausschlussverfahren beantragt. Er ist seit seiner Zeit als Kanzler (1998 bis 2005) eng mit Russlands Präsident Wladimir Putin befreundet. 

Zwei Monate nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine hatte die „New York Instances“ im April ein Interview mit Schröder veröffentlicht. Darin hatte dieser deutlich gemacht, dass er weiter bereit ist, diesen guten Draht zur Vermittlung zwischen Russland und der Ukraine zu nutzen. „Ich habe immer deutsche Interessen vertreten. Ich tue, was ich kann. Wenigstens eine Seite vertraut mir“, sagte der frühere SPD-Chef. Schröder struggle im März auch nach Moskau gereist, um mit Putin zu sprechen.

cm / dpa



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