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Insolvenz: Nach Kndigung aller Mietverträge: Bald keine Orsay-Filialen in Deutschland mehr? | Nachricht


Orsay leitet im November Insolvenzverfahren ein


Den Modehändler Orsay hat die Coronakrise in den letzten Jahren hart getroffen. Am 26. November hat das Unternehmen laut Merkur beim Amtsgericht Offenburg wegen drohender Zahlungsunfähigkeit ein Schutzschirmverfahren beantragt. Außer der pandemiebedingten Lockdowns belasteten auch die allgemeinen Lieferengpässe und die Preissteigerungen das Modeunternehmen. Auch Maßnahmen wie Kurzarbeitergeld und KfW-Liquiditätshilfen konnten keine Abhilfe leisten. Außerdem sei Orsay ein Kredit in Höhe 33 Millionen Euro von dem staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) zugesprochen worden, von denen im August 2021 15 Millionen Euro ausgezahlt wurden. Der restliche Betrag von 18 Millionen Euro soll jedoch nicht mehr in Anspruch genommen werden.

Alle Mietverträge wurden gekündigt


Nachdem es ursprünglich hieß, dass nur 79 der insgesamt 197 deutschen Filialen geschlossen werden sollten, wurde nun aus Immobilienkreisen bekannt, dass die Orsay GmbH scheinbar alle ihre Mietverträge zum 1. Juli 2022 gekündigt hat, wie die Berliner Zeitung berichtet. Nachdem im November das Insolvenzverfahren eingeleitet wurde, verhandelte der Modehändler offenbar mit den Vermietern über eine Anpassung der Ladenmieten. Ursprünglich sollte nur geschlossen werden, wo die Miete nicht ausreichend gesenkt werden konnte. Das Modeunternehmen habe gegenüber der Berliner Zeitung erklärt, dass die Fortführung der stationären Geschäfte in Deutschland laut neustem Stand noch offen sei. Die Verträge sollen nur als Sicherheitsmaßnahme gekündigt worden sein. Dabei handele es sich jedoch nicht nur um Mietverträge, sondern auch um Arbeitsverträge. Laut Unternehmenssprecher Wolfgang Weber-Thedy sollen rund 800 Mitarbeiter betroffen sein.

Unternehmen sucht neuen Betreiber


Um die Geschäfte in Deutschland fortführen zu können, ist das Unternehmen derzeit auf der Suche nach einem neuen Betreiber. Aktuell sei man mit verschiedenen potenziellen Partnern im Gespräch, so Weber-Thedy laut Berliner Zeitung. Der Unternehmenssprecher spricht sogar von “sehr guten Chancen für eine Fortführung” des Geschäfts in Deutschland. Für die vorsorglichen Kündigungen habe man sich dennoch entschieden. Ein neuer Betreiber müsste demnach neues Private für die Filialen suchen.


E. Schmal / Redaktion finanzen.web

Bildquellen: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com



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