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Kevin Johnson tritt zurück – Howard Schultz springt ein


New York Howard Schultz kommt einfach nicht los von Starbucks. Schon zweimal hat der langjährige Chef der Kaffeekette seinen Posten als CEO abgegeben. Im Jahr 2018 trat er auch als Vorsitzender des Aufsichtsrats zurück. Jetzt wird er im Alter von 68 Jahren noch einmal die Führung übernehmen: Weil sein Nachfolger Kevin Johnson überraschend zurücktritt, wird Schulz ihn zumindest vorübergehend ersetzen.

Die Ankündigung kam kurz vor der Hauptversammlung am Mittwoch. Die Börse feierte die Rückkehr des Gründers mit einem Plus beim Starbucks-Aktienkurs von rund sechs Prozent.

Fünf Jahre stand Johnson an der Spitze der Kaffeekette aus Seattle. „Vor einem Jahr habe ich dem Aufsichtsrat signalisiert, dass ich einen Rücktritt erwäge, wenn die Pandemie sich dem Ende nähert. Ich habe das Gefühl, das ist ein natürlicher Abschluss für meine 13 Jahre mit dem Unternehmen“, erklärte der 61-Jährige seine Entscheidung.

Tatsächlich hatte der 2017 angetretene Supervisor keine leichten Jahre für das Unternehmen erwischt. Schon ein Jahr nach seinem Antritt hatte Johnson mit Rassismusvorwürfen zu kämpfen. 2018 wurden zwei Schwarze von der Polizei abgeführt, weil sie in einer Starbucks-Filiale in Philadelphia auf einen Freund warteten und noch nichts konsumierten.

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Ein Video des Vorfalls sorgte weltweit für Aufsehen und schadete dem Ansehen des Unternehmens, das sich sonst so gern progressiv und weltoffen gibt. Der ehemalige Microsoft-Supervisor Johnson ließ deshalb nach dem Vorfall die gesamte Belegschaft in den USA zum Thema Rassismus schulen und schloss dafür auch teilweise die Läden.

Keine zwei Jahre später traf dann die Coronapandemie die Kaffeekette: Innenstädte verwaisten, und keiner brauchte mehr den Espresso to go. Die Filialen machten weltweit reihenweise zu.

Howard Schultz erhält nur einen Greenback Grundgehalt

In seiner Zeit hat Johnson Starbucks vor allem stärker digitalisiert. Nicht nur die Läden sind besser vernetzt. Auch die Kunden können heute vielerorts on-line vorbestellen und damit ihr Getränk schneller abholen, sobald sie in den Laden treten. Johnson stellte das Treueprogramm für Stammkunden neu auf und expandierte massiv in China, das heute der zweitgrößte Markt für Starbucks ist.

Während seiner Zeit an der Spitze hat der Aktienkurs in einem insgesamt starken Markt rund 50 Prozent zugelegt. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz von Starbucks um quick ein Drittel auf 29,1 Milliarden Greenback.

Aufsichtsratschefin Mellody Hobson sagte gegenüber dem Wirtschaftssender CNBC, dass das Unternehmen bis zum Herbst einen dauerhaften Nachfolger finden will. „Und ich kann Ihnen sagen: Wir werden nicht über Zoom rekrutieren“, sagte Hobson. Es gebe bereits eine Gruppe an starken Kandidaten, die sich für den Job interessieren.

Howard Schultz

Der langjährige CEO von Starbucks übernimmt übergangsweise wieder die Konzernführung.


(Foto: AP)

Schultz teilte mit, dass er eigentlich gar keine Absichten hatte, wieder in das Unternehmen zurückzukehren. Er conflict zwischen 1986 und 2000 der Vorstandsvorsitzende und dann wieder zwischen 2008 und 2017. Vor den Wahlen 2020 galt er sogar als möglicher Präsidentschaftskandidat der Demokraten.

„Wenn du etwas liebst, dann hast du ein tiefes Verantwortungsgefühl zu helfen, wenn du gerufen wirst“, teilte Schulz nun am Mittwoch mit. Das zeigt sich an seiner Vergütung: Für den Kurzzeiteinsatz als CEO erhält er neben betrieblichen Zusatzleistungen ein Grundgehalt von einem Greenback.

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