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Konjunktursorgen lösen Ausverkauf bei Tech-Werten aus – Nasdaq rutscht auf tiefsten Stand seit November 2020


Straßenschild an der Wall Avenue

New York Enttäuschende Konjunkturzahlen aus China und die Furcht vor schnell steigenden Zinsen haben die US-Börsen zum Wochenauftakt schwer belastet. Aus den Depots flogen vor allem Technologieaktien, was den Nasdaq-Index rund vier Prozent tiefer schließen ließ – bei 12.188. Kurz vor Handelsschluss erreicht der Technologieindex sogar seinen tiefsten Wert seit November 2020.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial büßte 1,99 Prozent auf 32.246 Punkte ein und bewegte sich damit auf dem Niveau von März vergangenen Jahres. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 3,20 Prozent auf 3991 Punkte nach unten.

„Die Angst ist so groß geworden, dass alles verkauft wird“, sagte Christopher Grisanti, Chef-Aktienstratege bei MAI Capital Administration. Mit Sorge blickten Anleger insbesondere auf die langfristigen Zinssätze. „Je höher sie steigen, desto mehr Angst haben die Anleger vor einer Rezession oder einer Stagflation.“ Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihe stieg im Handelsverlauf auf bis zu 3,2 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit November 2018.

Nach einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed um einen halben Prozentpunkt in der vergangenen Woche erwarten viele Händler im Juni eine weitere Anhebung um 0,75 Prozentpunkte. „Die Besorgnis besteht darin, dass die Federal Reserve die Marktbedingungen und die Volatilität der Aktienmärkte im Wesentlichen ignorieren und mit den Zinserhöhungen fortfahren wird“, sagte Matt Stucky, Portfoliomanager bei Northwestern Mutual Wealth Administration.

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Vor diesem Hintergrund kletterte der Greenback-Index auf 104,19 Punkte und damit auf den höchsten Wert seit Dezember 2002. Die Weltleitwährung profitierte im aktuell unsicheren Umfeld zudem von ihrem Picture als „sicherer Hafen“, schrieben die Analysten der Barclays Financial institution.

Mit sorgenvoller Miene hatten Anleger auf die Militärparade in Moskau zum Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazideutschland 1945 geblickt. Der russische Präsident Wladimir Putin warf bei einer Rede dem Westen vor, eine Invasion seines Landes vorzubereiten. Eine Generalmobilmachung oder den Einsatz neuer Waffensysteme kündigte er entgegen jüngsten Befürchtungen aber nicht an.

Bitcoin stürzt ab

Unter Druck kam unterdessen die Kryptowährung Bitcoin. Der Preis brach in der Spitze um 14 Prozent auf 31.000 Greenback ein. Ether rutschte sogar um quick 17 Prozent ab. „Die Investoren kehren in Anbetracht steigender Zinsen riskanten Anlageklassen den Rücken und halten Ausschau nach festverzinslichen Anlagealternativen“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Analysis.

US-Börsenexperte Koch: „Das einzig Kontinuierliche sind die sinkenden Aktienkurse“

Einzelwerte im Fokus

Tesla, Apple: Zu den größten Verlierern gehörten am Montag die Aktien von Tesla, die in der Spitze um knapp neun Prozent absackten. Zulieferer Quanta, der Computerplatinen für den Elektroautobauer fertigt, kämpft mit steigenden Corona-Infektionszahlen in seiner Produktionsstätte in China. Dies setzt auch Apple zu. Der US-Konzern setzt für seine MacBooks auf Quanta. Apple-Aktien gaben zeitweise mehr als drei Prozent nach.

Rivian: Ein Medienbericht über den Verkauf von Anteilen des Großinvestors Ford ließ unterdessen die Aktien von Rivian um rund 20 Prozent einbrechen. Ford verkaufe acht Millionen seiner Rivian-Aktien, da die Haltefrist für die Aktie am Sonntag abgelaufen sei, berichtete der Sender CNBC am Wochenende.

Refinitiv-Angaben zufolge struggle Ford mit einem Anteil von 11,4 Prozent der viertgrößte Aktionär von Rivian. Der Elektroautohersteller hat seine Produktionsziele für 2022 wegen Lieferkettenproblemen heruntergeschraubt.

Coty: Die Aktien des Kosmetikherstellers Coty fielen zeitweise um quick zehn Prozent, obwohl der US-Konzern seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben hatte.

Twitter: Obwohl Tesla-Chef Elon Musk bei der Finanzierung der insgesamt 44 Milliarden Greenback teuren geplanten Übernahme des Kurznachrichtendienstes offenbar vorankommt, notiert die Aktie von Twitter zum Wochenauftakt im Minus. Zeitweise verlor sie mehr als 3,6 Prozent.

Mehr: Cathie Wooden kauft trotz Rekordverlust im April Aktien für 280 Millionen Greenback nach.



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