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„Krisenzuschlag“ beim Fleisch: Ukraine-Krieg treibt Preise nach oben


Außengelände der Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG in Rheda-Wiedenbrück (Nordrhein-Westfalen).
image alliance / Kirchner-Media | Inderlied/Kirchner-Media

Deutschlands Feischlieferanten fordern vom Einzelhandel sofortige Preiserhöhungen, wie das „Handelsblatt“ berichtete.

Der Grund: die Kosten für Energie, Logistik und landwirtschaftliche Produkte seien seit dem russischen Angriff enorm gestiegen.

Fleisch und Wurstwaren werden in Deutschland additionally bald deutlich teurer. Die Fleischkonzerne Westfleisch und Vion kündigten schon an, ab Montag einen „Krisen-Zuschlag“ von mehr als fünf Cent professional Kilo Schweinefleisch zu erheben.

Deutschlands größter Schlachtbetrieb Tönnies schlägt derzeit in einem Brandbrief an die Lebensmittel-Einzelhändler Alarm. Der Grund: Die Kosten für Energie, Logistik, und Futter seien in Folge des russisch geführten Krieges in der Ukraine so enorm gestiegen, dass eine sofortige Anpassung der Preise nach oben vom Handel unerlässlich sei, wie das „Handelsblatt“ berichtete. Für Fleischliebhaber dürften die Einkäufe damit bald deutlich teurer werden.

Tönnies listet im besagten Temporary, der dem „Handelsblatt“ vorliegt, mehrere Faktoren auf, die aus Gründen „höherer Gewalt“ Einfluss auf Versorgung und Lieferketten nehmen. Demnach würden Strom- und Gasanbieter gerade von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und die Preise stark anziehen. Der Erdgaspreis liege derzeit etwa zehnmal so hoch wie noch vor einem Jahr. Einige Versorger haben ihre Kontrakte deshalb außerordentlich gekündigt. Es gebe various Lieferengpässe und Lieferausfälle, und außerdem würden ukrainische Fahrer in der Logistik fehlen. Schlachthöfe und Fleischkonzerne schreiben schon seit den verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie rote Zahlen. „Wir sind extrem unter Wasser, in tiefroten Zahlen – und zwar nicht Tönnies allein, sondern die gesamte Schlacht- und Zerlegebranche“, hatte Mitinhaber Clemens Tönnies bereits vor einigen Monaten im ARD verlautet.

Der Krieg in der Ukraine, seine Auswirkungen auf die allgemeine Marktwirtschaft sowie der gleichzeitig in die Höhe schießende Schweinepreis setze der Branche nun noch mehr zu und führe zu „existenzbedrohenden Szenarien in der Fleischwirtschaft“, hieß es weiter in dem Notbrief. Daher seien sofortige Krisenaufschläge unabdingbar, um weitere Verluste zu vermeiden.

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Auch die Fleischkonzerne Westfleisch und Vion – Nummer zwei und drei in Deutschland nach Tönnies – erheben ab Montag einen „Krisen-Zuschlag“ von über fünf Cent professional Kilo Schweinefleisch. Der zweitgrößte deutsche Wursthersteller The Household Butchers (TFB) klagte in einer Anzeige in der „Lebensmittel Zeitung“ ebenfalls über eine Kostenexplosion bei den deutschen Wurst- und Schinkenproduzenten, die existenzbedrohende Ausmaße annehme. Handel und Hersteller müssten die Krise gemeinsam bewältigen und truthful miteinander bleiben – insbesondere, wenn es um Preisanpassungen gehe.

LH



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