Business

McDonalds & Burger King: Ausverkaufte Produkte und höhere Preise


image alliance / Eibner-Pressefoto | Dennis Duddek/ Eibner Pressefoto

In einigen McDonalds-Filialen sind derzeit nicht alle Produkte verfügbar. Kunden berichten, dass etwas der McRib oder BigMac zum Teil seit Wochen ausverkauft seien.

Grund sind laut McDonalds Schwierigkeiten bei dem Zulieferer Havi, Spekulationen über einen Hackerangriff verneinte das Unternehmen jedoch. Auch mit dem Ukraine-Krieg hänge dies nicht zusammen.

Beim Konkurrenten Burger King sind alle Produkte deutschlandweit noch verfügbar, jedoch kündigte  das Unternehmen an, aufgrund der gestiegenen Kosten künftig auch die Preise erhöhen zu müssen.

BigMac: ausverkauft. McRib: ausverkauft. McWrap: ausverkauft. In vielen McDonalds-Filialen bundesweit sind seit Tagen einige der beliebten Quick-Meals-Produkte auf den Speisekarten durchgestrichen. In den sozialen Medien beschweren sich die Nutzer über zum Teil wochenlangen Engpässe bei ihren Lieblings-Burgern. Deutschlandweit komme es auch zu Einschränkungen des Frühstücksangebots, berichten verschiedene Lokalzeitungen. Was steckt dahinter?

Da es aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine derzeit zu Problemen in Lieferketten und knapperen Rohstoffverfügbarkeiten kommt, liegt die Frage nahe, ob diese Engpässe im McDonalds-Menü damit zusammenhängen.

Auf eine entsprechende Anfrage von Enterprise Insider antwortete das Quick-Meals-Unternehmen, dass diese Einschränkungen auf “aktuell operative Schwierigkeiten bei unserem Logistikpartner Havi” zurückzuführen seien. Welche Eating places, Regionen und Produkte besonders betroffen sind, dazu könne McDonalds “keine pauschale Aussage” treffen, da die Filialen in unterschiedlichem Ausmaß betroffen seien. 

Lest auch

“Wir arbeiten mit allen Beteiligten daran, die Auswirkungen für unsere Gäste so gering wie möglich zu halten und das Problem zeitnah zu lösen”, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Wie die Nachricht eines Twitter-Nutzers an das Unternehmen zeigt, sei zumindest der McRib in seinem Umfeld zumindest schon “seit Wochen” aus. 

Angeblich sei ein Hackerangriff nicht der Grund gewesen

Die Vermutung, dass hinter den operativen Schwierigkeiten ein Hackerangriff bei dem Zulieferer Havi stecke, hat McDonalds jedoch auf eine Anfrage von Enterprise Insider nicht bestätigt. Zuvor hatte das Lokalmedium “Stimme” ein Foto von einem Aufsteller bei dem Quick-Meals-Restaurant Nordsee gepostet, auf dem von einem Hackerangriff bei dem Hauptlieferanten die Rede sei. Havi beliefert auch Nordsee.  

Die durch den Ukraine-Krieg hervorgerufenen bundesweiten Lieferengpässe bei Sonnenblumenöl beeinflussen jedoch auch den Quick-Meals-Riesen: Zum Frittieren der Pommes nutzt McDonalds eine Pflanzenölmischung, unter anderem aus Sonnenblumen- und Rapsöl. „Aufgrund der aktuell eingeschränkten Verfügbarkeiten werden wir den Anteil vorübergehend weiter reduzieren”, so der Sprecher. Dies verändere jedoch nicht die Qualität der Pommes, die Kundinnen und Kunden weiterhin wie gewohnt erhalten, so das Unternehmen.  

Lest auch

Burger King muss auf lange Sicht Preise erhöhen

Beim Konkurrenten Burger King gebe es dagegen laut Unternehmensangaben derzeit noch keine Probleme. Auf Anfrage von Enterprise Insider hieß es: „Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Einschränkungen in der Versorgung in den Burger King Eating places. Deutschlandweit sind alle Produkte verfügbar.“

Jedoch werden die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs langfristig auch bei dem Quick-Meals-Händler für höhere Kosten sorgen. Bislang haben „langfristige Lieferantenbeziehungen“ dabei geholfen, kurzfristige Preisschwankungen gegenüber den Kunden abzufedern, so das Unternehmen. In den vergangenen Monaten sind die Kosten in vielen Branchen jedoch stark angestiegen, sowohl bei Energie und Private als auch bei Fleisch und weiteren Lebensmitteln. „Deshalb wird es wie für die gesamte Branche auch für Burger King notwendig sein, die Kostensteigerungen teilweise weiterzugeben“, so ein Sprecher des Unternehmens.

Lest auch



Supply hyperlink

Leave a Reply

Your email address will not be published.