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MRKTE USA/Wall Street geht die Luft aus | Nachricht


NEW YORK (Dow Jones)–Nach den krftigen Aufschlgen zur Wochenmitte geht der Wall Street am Donnerstag die Luft aus. Hndler machen nicht viele Kaufargumente aus und verweisen auf die wieder deutlich anziehenden Erdlpreise, die Konjunktursorgen hervorrufen. Dies gilt umso mehr, da die US-Notenbank nun die Zinswende eingelutet hat. Der Dow-Jones-Index stagniert gegen Mittag US-Ostkstenzeit bei 34.133 Punkten, S&P-500 und Nasdaq-Composite steigen um jeweils 0,2 Prozent.

Die erste Zinserhhung der US-Notenbank seit vier Jahren und die Aussicht auf weitere Zinsanhebungen wurden vom Markt aber letztlich intestine verarbeitet. Die Federal Reserve signalisierte weitere Zinsschritte in dieser Grenordnung bei jeder ihrer Sitzungen bis zum Jahresende, um die hohe Inflation zu bekmpfen. Fed-Chef Jerome Powell hlt die US-Wirtschaft jedoch fr stark genug, dies zu verkraften, und sieht keine Gefahr einer Rezession. Diese Sicht wird von den aktuellen US-Daten nicht konterkariert. So hat sich die Lage der Industrie in der Area Philadelphia sprbar aufgehellt und auch die wchentlichen Arbeitsmarktdaten und die Baubeginne berzeugen, die Industrieproduktion erfllte die Erwartungen.

“Obwohl ich glaube, dass die Risiken einer US-Rezession Ende 2023 bzw. Anfang 2024 immer grer werden, bin ich nicht davon berzeugt, dass die Risiken im Jahr 2022 besonders hoch sind”, sagt Analyst Jim Reid von der Deutschen Financial institution. “Der Beginn des Zinserhhungszyklus ist historisch gesehen nicht der Problempunkt fr die Wirtschaft und auch nicht fr Aktien”.

lpreise ziehen wieder an

Aus der Ukraine ereilen neue Schreckensbotschaften ber zivile Opfer durch die russische Armee den Markt. Zwar laufen die Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau weiter, bislang allerdings ohne greifbare Ergebnisse. uerungen des russischen Prsidenten Wladimir Putin lassen vermuten, dass eine diplomatische Lsung des Krieges in der Ukraine nicht in greifbare Nhe rckt. Putin sprach von “Suberung der Gesellschaft” und von “Abschaum und Verrtern”. Das klinge nicht nach einem Mann, der an einem Waffenstillstand interessiert sei, sagt ein Hndler.

Mit der Putin-Rede ziehen die Rohstoffpreise an – so auch die fr Erdl. Hndler sprechen aber auch von der Hoffnung an die Strke der US-Wirtschaft. Die Internationale Energieagentur (IEA) habe erst am Vortag erklrt, dass ab dem nchsten Monat russisches l und Produkte im Volumen von 3 Millionen Barrel professional Tag fehlen wrden, heit es. Nach einem Rckgang um 20 Prozent binnen zehn Tagen setzten nun neue Kaufimpulse ein.

Der Greenback gibt weiter nach, obwohl die US-Notenbank am Vortag erstmals seit 2018 die Zinsen angehoben und weitere Zinserhhungen signalisiert hat. Der Greenback-Index sinkt um 0,7 Prozent. Die Zinserhhung und die Aussagen der Fed zur Geldpolitik im Jahresverlauf seien schon eingepreist, heit es. Nun wrden Gewinne mitgenommen. “Die Aussicht auf hhere Zinsen sind eigentlich positiv fr den Greenback”, so die Analysten der Unicredit. Allerdings sei an den Terminmrkten eine Straffung der Geldpolitik schon vor der Fed-Sitzung sehr stark eingepreist gewesen. Dies drfte eine weitere Aufwertung des Greenback auf breiter Entrance bremsen.

hnlich argumentieren Hndler am Rentenmarkt, wo die steigende Notierungen die Renditen drcken. An anderer Stelle wird aber auch auf eine sinkende Risikobereitschaft verwiesen – gerade mit Blick auf die harsche Rhetorik von Putin. Dollarschwche und nachgebende Marktzinsen sttzen den Goldpreis.

Williams-Sonoma mit krftigem Plus

Unter den Einzelwerten gewinnen Williams Sonoma 2,3 Prozent, nachdem der Anbieter von Haushaltswaren zwar durchwachsene Viertquartalszahlen vorgelegt, aber eine hhere Dividende und einen Aktienrckkauf angekndigt hat.

Das auf Eigenheime spezialisierte Bauunternehmen Lennar (+0,6%) hat im ersten Geschftsquartal zwar mehr umgesetzt als im Vorjahr, aber weniger verdient. Gleichwohl bertrafen Umsatz und Ergebnis die Erwartungen des Marktes. Positiv werden auch die Viertquartalszahlen des Bekleidungsunternehmens Guess (+9,1%) aufgenommen.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 34.133,04 +0,2% 69,94 -6,1%

S&P-500 4.368,12 +0,2% 10,26 -8,4%

Nasdaq-Comp. 13.440,65 +0,0% 4,09 -14,1%

Nasdaq-100 13.933,39 -0,2% -23,40 -14,6%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 1,92 -2,8 1,95 119,2

5 Jahre 2,14 -5,4 2,19 87,9

7 Jahre 2,18 -5,0 2,23 73,7

10 Jahre 2,16 -3,6 2,19 64,8

30 Jahre 2,44 -1,3 2,46 54,5

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:21 Mi, 17:01 % YTD

EUR/USD 1,1114 +0,9% 1,1038 1,0995 -2,3%

EUR/JPY 131,64 +0,5% 131,12 130,24 +0,6%

EUR/CHF 1,0390 +0,2% 1,0382 1,0349 +0,2%

EUR/GBP 0,8445 +0,7% 0,8377 0,8395 +0,5%

USD/JPY 118,45 -0,3% 118,83 118,48 +2,9%

GBP/USD 1,3160 +0,2% 1,3172 1,3096 -2,8%

USD/CNH (Offshore) 6,3594 -0,1% 6,3593 6,3694 +0,1%

Bitcoin

BTC/USD 40.800,75 -0,3% 40.876,24 40.618,69 -11,8%

ROHL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 102,70 95,04 +8,1% 7,66 +37,9%

Brent/ICE 106,63 98,02 +8,8% 8,61 +38,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.943,35 1.925,97 +0,9% +17,39 +6,2%

Silber (Spot) 25,44 25,06 +1,5% +0,38 +9,1%

Platin (Spot) 1.028,99 1.023,19 +0,6% +5,80 +6,0%

Kupfer-Future 4,68 4,59 +2,0% +0,09 +4,9%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 17, 2022 12:24 ET (16:24 GMT)

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