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Nils Glagau investiert doch nicht in Wirestyle – das ist der Grund


Viel Geld wollte „Höhle der Löwen“-Investor Nils Glagau in einen Onlineshop für Fadenkunstwerke investieren. Doch der Deal mit Wirestyle platzte.

Hätte beinahe in Kunst aus Nägeln und Bindfäden investiert: DHDL-Juror Nils Glagau.
TV Now / Bernd-Michael Maurer

Dass überhaupt ein Löwe in das Startup von André Gall und Thomas Wildberger investiert, battle keineswegs zu erwarten. Am Montagabend hatten die beiden Wirestyle-Gründer in der TV-Present „Die Höhle der Löwen“ sogenannte Fadenbilder vorgestellt. Das sind spezielle Kunstwerke, die – zusammengesetzt aus tausenden Nägeln und einem kilometerlangen Faden – etwa das Motiv eines Haustiers ergeben. 530 Exemplare konnten die Gründer angeblich schon über ihren Store verkaufen. Um das Geschäft weiter zu skalieren, benötigten Gall und Wildberger 200.000 Euro. Im Tausch boten sie den Löwen 15 Prozent ihrer Firma an.

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Das Konzept fand durchaus Beachtung: „Man nimmt das in die Hand und denkt erstmal: Wow!“, lobte etwa Investor Ralf Dümmel. Auch Nils Glagau battle beeindruckt. „Abgefahren!“, kommentierte er eines der Exemplare. Doch ein attraktives Funding schienen die Bilder zunächst für keinen Löwen zu sein. Carsten Maschmeyer winkte wegen zu geringer Produktionskapazitäten ab, Ralf Dümmel schreckte wie so oft vor reinen On-line-Produkten zurück. Und Dagmar Wöhrl glaubte sogar, Kunden würden diese Artwork von Bildern höchstens einmal im Leben kaufen. Nacheinander stiegen vier von fünf Löwen aus.

„Finanzieren uns aus dem Cashflow“

Nur Nils Glagau zeigte sich ernsthaft an einem Deal mit Wirestyle interessiert. Er wolle in die Kunst von Wirestyle investieren, die Gründer „nicht gehen lassen“, so der Löwe. Glagau sagte daraufhin die gewünschten 200.000 Euro zu, verlangte statt 15 jedoch 20 Prozent der Firmenanteile. Nach einem kurzen Schlagabtausch einigten sich beide Parteien auf 17,5 Prozent der Anteile.

Wie Gründerszene erfuhr, platzte der Deal im Nachgang der Present jedoch. „Es gab seitens des Gründerteams andere Vorstellungen, was die Ausrichtung des Unternehmens angeht“, teilte Wirestyle-Mitgründer André Gall auf Nachfrage von Gründerszene mit. Weiter ins Element gehen wollte Gall nicht. Nur so viel: Zwischen ihm, Mitgründer Thomas Wildberger und Löwe Nils Glagau sei „kein böses Blut“ geflossen. Seit Aufzeichnung der Sendung sei es den Gründern zwar nicht gelungen, einen anderen Investor für ihr Startup zu gewinnen. Dies sei aktuell aber auch nicht zwingend nötig. „Wir finanzieren unser Geschäft momentan ausschließlich aus unserem Cashflow“, so Gründer Gall.

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