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Sequoia Arc: Auf diese deutschen Seed-Startups setzt der VC


Je früher, desto besser – das denkt sich auch der Silicon-Valley-Investor und investiert je eine Million in vier deutsche Jungfirmen. Das sind ihre Ideen.

Sucht in Deutschland nach vielversprechenden Geschäftsmodellen: Luciana Lixandru vom berühmten VC Sequoia Capital.
Noam Galai / Getty Photos

Noch vor einigen Jahren kamen bekannte VCs wie der Silicon-Valley-Investor Sequoia Capital oftmals erst an Bord, wenn Startups schon größere Millionenrunden einsammelten. Doch das hat sich geändert. Die Risikokapitalfirmen versuchen mittlerweile, sich schon möglichst frühzeitig bei vielversprechenden Firmen zu beteiligen – um so keinen High-Deal zu verpassen.

Sequoia investierte auch schon in Firmen wie Dropbox, Airbnb oder dem deutschen n8n, als die sich noch in der Ideenphase befanden. Nun will sich der VC mithilfe eines eigenen Accelerator-Programms den frühen Einstieg sichern. In Europa verantwortet die bekannte Investorin Luciana Lixandru (37) das Programm, Lixandru leitet das Londoner Büro des VCs. Auch eine eigene Gruppe mit Startups aus den USA soll in den kommenden Monaten starten. Man suche vor allem Firmen in der Seed-Section aus den Bereichen Fintech, B2B und B2C, hieß es im Vorhinein.

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Wer es in das Programm aufgenommen wird, erhält neben einem achtwöchigen Teaching ein Sequoia-Funding in Höhe von einer Million Greenback. Wie viel Firmenanteile der VC dafür nimmt, das verrät Sequoia auf Nachfrage nicht.

Unter den 17 Startup-Groups der ersten Kohorte stammen insgesamt vier aus dem DACH-Raum. Wir stellen euch die Firmen vor, die es in das Sequoia-Programm geschafft haben.

Fides

Fides wurde von Philippa Peters, Vincent Bobinski und Lisa Gradow (von links) aus München heraus gestartet

Fides wurde von Philippa Peters, Vincent Bobinski und Lisa Gradow (von hyperlinks) aus München heraus gestartet
Fides

Die Compliance-Anforderungen in Europa sind bereits anspruchsvoll – und die Komplexitäten steigen durch neue Entwicklungen wie mehr Distant Work. Das Münchener Startup Fides will eine Lösung entwickeln, die den Governance-Prozess automatisiert und damit vereinfacht. So sollen die jeweiligen Verantwortlichen im Unternehmen mithilfe der Fides-Software program einfacher einen Überblick darüber erhalten, was ihre jeweiligen Pflichten, Aufgaben und Fristen sind. Hinter Fides stecken die drei Gründer Lisa Gradow, Philippa Peters und Vincent Bobinski. Gradow hat vorher die Datenschutz-Plattform Usercentrics aufgebaut, Peters arbeitete zuletzt als Anwältin und Bobinski baute in den vergangenen Jahren die Putzvermittlung Name Jeffrey auf, die Ende vergangenen Jahres vom Platzhirsch Helpling übernommen wurde.

SureIn

Die Köpfe hinter SureIn: Daniel Dierkes, David Schara und Maximilian Geißinger (von links)

Die Köpfe hinter SureIn: Daniel Dierkes, David Schara und Maximilian Geißinger (von hyperlinks)
SureIn / Collage: Gründerszene

Das eigene Unternehmen zu versichern, ist bislang eine recht analoge Angelegenheit. Das Berliner Startup SureIn entwickelt eine Plattform, auf der Unternehmer schnell und einfach personalisierte Empfehlungen für Versicherungen erhalten, buchen und verwalten können. Bislang richtet sich der Service vor allem an Restaurantbesitzer und Gastronomen. SureIn nutzt nach eigenen Angaben Machine Studying für seine automatisierten Empfehlungen. Die drei Gründer bringen einiges an Versicherungs- und Startup-Erfahrung mit: Daniel Dierkes warfare zuvor mehrere Jahre bei der Sign Iduna Gruppe tätig, die anderen beiden Co-Gründer David Schara und Maximilian Geißinger waren zuvor bei Zenjob beziehungsweise Auto1 beschäftigt.

Twain

Die Twain-Gründer Thomas Metcalfe (CTO) und Mohamed Chahin (CEO, rechts)

Die Twain-Gründer Thomas Metcalfe (CTO) und Mohamed Chahin (CEO, rechts)
Twain / Collage: Gründerszene

E-Mails, so viele E-Mails. Spätestens seit Covid ist die meiste Kommunikation mittlerweile schriftlich und asynchron. Das gilt auch und gerade für das Gross sales-Geschäft – einer Branche, wo es eigentlich besonders auf die richtigen Zwischentöne ankommt. Die beiden Twain-Gründer Mohamed Chahin und Thomas Metcalfe haben deshalb ein automatisiertes Trainings-Device entwickelt, das Gross sales-Verantwortlichen dabei hilft, klarer, selbstbewusster und überzeugender zu kommunizieren. Noch vor einiger Zeit wäre solch ein Device vielleicht noch gar nicht möglich gewesen: In den vergangenen Monaten gab es aber große technische Fortschritte im Bereich des Pure Language Processing. Bislang bietet die Berliner Firma ihr Device kostenlos an.

Creatorspace

Sélim Benayat (CEO) und Mugeeb Hassan (CTO, rechts) haben gemeinsam Creatorspace gegründet

Sélim Benayat (CEO) und Mugeeb Hassan (CTO, rechts) haben gemeinsam Creatorspace gegründet
Creatorspace / Collage: Gründerszene

Wie finde ich eigentlich den nächsten Mitstreiter für mein Projekt? Wartet der nicht zufälligerweise im erweiterten Bekanntenkreis, ist das manchmal gar nicht mal so einfach. Dieses Downside kannten auch die beiden Gründer Sélim Benayat und Mugeeb Hassan und entwickelten daraus die Idee für ihr Startup Creatorspace. Die Plattform will Entwicklerinnen, Designer und andere Kreative miteinander vernetzen, um so die Accomplice für ihr nächstes Projekt zu finden. Abhängig davon, was sie können, was sie eigentlich interessiert und zu welchen Zeiten sie verfügbar sind. Die Firma stammt zwar nicht aus Deutschland, aber aus dem deutschsprachigen Raum: Creatorspace sitzt in Zürich und ist damit das einzige Schweizer Unternehmen, das an dem Sequoia-Programm teilnimmt.



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