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Siemens Healthineers heben Prognose erneut an


Siemens-Healthineers-Fabrik in Schanghai

München Der Dax-Konzern Siemens Healthineers hat angesichts der hohen Nachfrage nach Corona-Schnelltests die Prognose für das laufende Geschäftsjahr erneut angehoben. „Unser Geschäft erweist sich weiterhin als sehr widerstandsfähig angesichts beispielloser Herausforderungen“, sagte Vorstandschef Bernd Montag am Mittwoch.

Im zweiten Quartal 2021/22 (30. September) stiegen die Umsätze der Siemens-Tochter stärker als erwartet auf vergleichbarer Foundation um 16 Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt nur mit 5,2 Milliarden Euro gerechnet. Das bereinigte operative Ergebnis legte ebenfalls stärker als vom Markt erwartet um knapp die Hälfte auf 980 Millionen Euro zu.

Angesichts der starken Zuwächse hob das Unternehmen den Ausblick erneut an. Die Healthineers erwarten nun im Gesamtjahr ein vergleichbares Umsatzwachstum von 5,5 bis 7,5 Prozent und ein bereinigtes unverwässertes Ergebnis je Aktie zwischen 2,25 und 2,35 Euro. Zuletzt hatte der Konzern in der Anfang Februar angehobenen Prognose mit drei bis fünf Prozent Wachstum und 2,18 bis 2,30 Euro Gewinn gerechnet.

Verantwortlich für den guten Geschäftsverlauf ist vor allem die hohe Nachfrage nach Coronatests. Hier hatte sich die Branche langsam auf ein Abebben eingestellt. Doch erzielten die Healthineers im zweiten Quartal mit den Antigen-Schnelltests knapp 680 Millionen Euro Umsatz. Als Folge legten die Umsätze in der Diagnostiksparte um 37 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zu.

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Im Gesamtjahr erwartet der Konzern nun 1,3 Milliarden Euro Umsatz mit Coronatests – deutlich mehr als ursprünglich prognostiziert. Doch auch die anderen Geschäftsfelder konnten trotz Materialknappheit zulegen. Bereinigt um die Corona-Schnelltests wuchsen die Erlöse um vergleichbar 4,4 Prozent.

Auch Abbott und Roche legen deutlich zu

Auch andere Diagnostikunternehmen profitierten im Jahresauftaktquartal davon, dass die Nachfrage nach Covid-19-Checks im Zuge der starken Verbreitung der Omikron-Variante hoch conflict. Große Wettbewerber wie Abbott oder Roche wuchsen im Diagnostikgeschäft dank der Corona-Checks weiterhin hoch zweistellig. Während die Diagnostiksparte von Roche währungsbereinigt um 24 Prozent auf 5,3 Milliarden Franken (rund 5,2 Milliarden Euro) wuchs, stiegen die Umsätze von US-Konzern Abbott sogar um 35 Prozent auf 5,3 Milliarden Greenback (rund 4,8 Milliarden Euro).

Beide Unternehmen sind auch stark im Bereich PCR-Checks vertreten, ein Feld, in dem Healthineers nur ein kleines Geschäft haben. Die Siemens-Tochter ist vor allem bei Antigen-Schnelltests stark.

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