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Stiller Feiertag am Karfreitag: 700 Filme dürfen heute nicht gezeigt werden


Filme, die an stillen Feiertagen wie dem Karfreitag nicht öffentlich und damit in erster Linie im Kino gezeigt werden dürfen, stehen auf einer Artwork “roten Liste”. Diese enthält unter anderem “Heidi in den Bergen”, eine “Tote Hosen”-Dokumentation, “Terminator”, “The Expendables” oder “Ghostbusters”.

Auf der Liste landen Filme, die von der “Freiwilligen Selbstkontrolle Filmwirtschaft” (FSK) keine Feiertagsfreigabe erhalten haben, weil sie durch Blasphemie oder unsittlichem Verhalten auffallen. Das betrifft in erster Linie Werke aus dem Komödien-, Erotik-, Horror- und Actionfilmbereich. Mittlerweile sind es rund 700 Stück. Aber “Heidi in den Bergen”?

Der Klassiker befindet sich auf der Liste, weil laut “Welt” die Filmemacher schlicht vergessen haben, die Feiertagsfreigabe zu beantragen. Diese muss gesondert zur Altersfreigabe beantragt werden und wurde in früheren Jahrzehnten häufiger vergessen.

Wie das Verbot genau funktioniert, erklären wir Ihnen im Video:

 

Empfinden der Konsumenten ändert sich

Im Vergleich zu den 50er Jahren, in denen 60 Prozent der Filme als “nicht feiertagsfrei” eingestuft wurden, waren es zwischen 2010 und 2015 nur noch ein Prozent, die verboten wurden. Die FSK begründet dies damit, dass sich Wert- und Normvorstellungen im Laufe der Zeit verändert hätten.

“Dieser Sachverhalt ist Ausdruck einer Veränderung von gesellschaftlichen Wert- und Normvorstellungen hinsichtlich des Medienkonsums an den gesetzlich geschützten stillen Feiertagen.”

Aber auch der Medienkonsum habe Einfluss auf die Entscheidungen: “Während in den 50er Jahren neben dem Kino als Ort der öffentlichen Vorführung lediglich der öffentlich-rechtliche Rundfunk Filme zugänglich machte, steht Interessierten heute eine ganze Palette von Kanälen – von Bildträgern über private Rundfunkanstalten und Pay-TV-Anbietern bis hin zu Video-On-Demand-Angeboten – für den Filmkonsum zur Verfügung”, schreibt die FSK.

Entscheidung nicht für immer in Stein gemeißelt

Filme, die keine Feiertagsfreigabe erhalten haben, dürfen erst nach zehn Jahren erneut einen Antrag auf Freigabe stellen. Dass es im Nachhinein nochmal klappen könnte zeigt sich am Beispiel des Klassikers “Feuerzangenbowle”.

Der erhielt 1952 keine Feiertagsfreigabe, weil der “lustpielhafte Charakter” nach Auffassung der Kommission “dem Ernst der stillen Feiertage widersprach”. 26 Jahre später, als der Movie erneut zur Prüfung vorgelegt wurde, änderte die FSK nicht nur die Altersfreigabe von zwölf auf sechs Jahre, sondern erteilte auch die Feiertagsfreigabe.

Stand 2022: Alle neuen Feiertagsverbote seit 2016

Die frei zugängliche Liste der FSK geht nur bis einschließlich 2015. Tatsächlich aber gab es seitdem noch einige weitere Feiertagsverbote. Darunter finden sich so bekannte Titel wie “Atomic Blonde”, “Kingsman – The Golden Circle” oder auch “Rambo: Last Blood”.

Hier ist die Liste aller Kinofilme, die seit 2016 mit einem Feiertagsverbot belegt wurden:

Evas Zorn
Hardcore
Das Belko Experiment
Atomic Blonde
Kingsman – The Golden Circle
Die Misandristinnen
Der Geschmack von Leben
Camp
The Strangers: Opfernacht
LauF BaBy
Rambo: Final Blood
Blackout

Zwischen 2020 und 2021 kamen allerdings keine neuen dazu, was auch mit der Coronakrise zusammenhängen dürfte. Schließlich sind viele Kinofilme einfach (noch) nicht erschienen.

Karfreitag: Christen gedenken an diesem stillen Feiertag dem Kreuztod Christi

An Karfreitag gedenken Christen weltweit des Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz. Der Karfreitag ist damit einer der wichtigsten Feiertage im christlichen Glauben. In Deutschland ist der Tag ein gesetzlicher Feiertag und wird zudem “still” begangen. Dabei sind neben Tanz- und Sportveranstaltungen sowie bestimmten Filmen, oftmals auch Märkte und Unterhaltungsveranstaltungen, wie Musicals und Theater- oder Opernaufführungen, untersagt. Geschlossen bleiben zudem auch Spielhallen und Autowaschanlagen.

Surftipp: Einige Osterbräuche sind im ganzen Land bekannt. In einigen Regionen werden auch besondere Traditionen gepflegt.

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