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Tipps und Tools für erfolgreiche Startup PR


Die PR-Agentur Getpress spezialisiert sich auf Pressearbeit für Jungunternehmen. In Tipps & Tools verrät uns der Gründer Max Ziche, worauf es besonders bei der anfänglichen Kommunikation ankommt. Spoileralert: Geld spielt keine Rolle.

„Was Startups oft fehlt, ist das Wissen über die Medienlandschaft”, sagt Getpress-Gründer Maximilian Ziche. Seine PR-Firma fokussiert sich auf die Pressearbeit für Startups.

Das Berliner PR-Unternehmen Getpress ist zwar selbst gerade mal fünf Jahre jung, bietet aber laut der beiden Gründer Maximilian Ziche und Sebastian Kopitzki gerade deswegen flexiblere und individuellere Kommunikationstaktiken für Jungunternehmen. Seit Ziche und Kopitzki Getpress 2017 ins Leben riefen, betreuen sie unter anderem Sofatutor, Share, Selfapy, Unu und Enpal.

Kopitzki sammelte Erfahrung, als er den den 500 Mitarbeiter großen On-line-Vermittler Aroundhome (ehemalig Käuferportal) mit aufbaute. Ziche hingegen studierte Journalistik und conflict anschließend in Redaktionen tätig. In Tipps & Tools verrät er uns, wie es seine Firma mit den großen PR-Agenturen aufnimmt – und welche Kommunikationsfehler Startups immer wieder machen.

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Hello Max, welche Tools laufen bei euch?

Wir sind große Notion-Followers – ein All-in-One-Software aus San Francisco, das gerade erst mit zehn Milliarden Greenback bewertet wurde. Eine geniale Mischung aus Projektmanagement, Excel, Phrase und Wiki, mit dem wir uns viele Tools sparen. Unser Ziel ist es, so data-driven und effizient wie möglich zu arbeiten. Deshalb automatisieren wir Hiring- oder Gross sales-Prozesse mit Zapier und Co. Oder setzen auf Videobewerbungen mit Videoask statt oldschooliger Anschreiben. Und klar, wir sind exzessive Slack-Person, um einen möglichst heißen Draht zu unseren Startups und unserem Staff zu haben, das hybrid arbeitet und europaweit verteilt ist. 

Ihr macht PR für Startups, seid aber selbst ein Startup. Wie geht das?

Ja, klingt erstmal komisch, aber wir krempeln den PR-Markt gerade ordentlich um. Zum einen, indem wir effizienter und KPI-getriebener arbeiten als klassische Agenturen, die noch Stunden abrechnen. Zum anderen, weil wir nicht nur Dienstleister sind, sondern PR-Produkte bauen. Junge Startups in der Seed-Section brauchen zum Beispiel noch keine teure PR-Agentur. Deshalb haben wir letztes Jahr die PR-Academy gebaut, um jungen Gründerinnen und Gründern zu zeigen, wie sie selbstständig und ohne viel Zeit – und Geldinvest – mit Pressearbeit starten können. Und zwar so, dass sie gute Kontakte zu Redaktionen aufbauen und sie nicht verprellen (#prfromhell). Die Academy ist aber nur der Anfang, der PR Markt ist seit Jahrzehnten unterinnoviert. 

Es gäbe bestimmt einfachere Branchen…  Warum macht ihr ausgerechnet Pressearbeit für Jungunternehmen?

Weil wir überzeugt sind, dass die großen und kleinen Probleme unserer Zeit nur mit Hilfe visionärer Startups gelöst werden können. Unser Klient Enpal bedeckt ganz Deutschland mit Solaranlagen und ist ein riesiger Treiber für die Energiewende. Sofatutor digitalisiert Bildung und ist gerade in Pandemiezeiten eine Stütze für Millionen Familien. Selfapy erleichtert Menschen den Zugang zu psychologischer Hilfe. Alles disruptive Startups, die Aufmerksamkeit verdienen. Außerdem motiviert uns der Austausch mit ambitionierten Gründerinnen und Gründern mehr als mit irgendeinem konzernigen Advertising-Apparat.

Was macht ihr besser als andere vergleichbare Startups in eurem Arbeitsbereich? Habt ihr direkte Konkurrenz?

Seit ein bis zwei Jahren ploppen immer wieder PR-Providers auf, die sich unserer Positionierung annähern oder Produkte wie unsere PR-Academy adaptieren. Das ist okay, denn „solely concern the day they cease copying you”, heißt es ja so schön. Ich denke, wir profitieren davon, dass wir eine Agentur noch nie von innen gesehen haben. Mein Mitgründer und ich kommen aus der Startup-Welt, deshalb bauen wir auch Getpress wie ein Startup: effizient, KPI-getrieben und mit absolutem Kundenfokus.

Hast Du mal ein Beispiel?

In Agenturen arbeiten Mitarbeitende oft auf fünf Corporations gleichzeitig oder mehr – bei uns sind es maximal zwei. Das macht sowohl unser Staff als auch die Startups glücklicher – und Getpress langfristig erfolgreicher. Bevor Startups eine Agentur beauftragen, sollten sie immer genau nachfragen, auf wieviel Kundinnen und Kunden die PRler und PRlerinnen wirklich arbeiten. Ein weiterer Erfolgsfaktor: Viele unserer Mitarbeitenden kommen aus dem Journalismus und wissen, was Redaktionen brauchen und was nicht.

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Welche Fehler machen Startups oft bei der Pressearbeit?

Eigentlich bringen viele Gründerinnen und Gründer die wichtigste Voraussetzung mit, um gute PR zu machen: Sie können Geschichten erzählen. Sie brauchen diese Fähigkeit, um ihr Staff zu inspirieren oder Investoren zu überzeugen. Was Startups aber oft fehlt, ist das Wissen über die Medienlandschaft und journalistische Arbeitsweisen. Wie funktionieren Redaktionen? Was ist für Journalisten related und was nicht? Als Gründerin oder Gründer fällt es oft schwer, diese Einschätzung objektiv zu treffen. Deshalb ist die Ansprache oft zu sehr Richtung Advertising gedacht. Wichtiger wäre die Frage: Was braucht die Redaktion von mir?

Was garantiert deiner Meinung nach einen PR-Fail?

Wenn du scheitern willst, schreibe eine belanglose Pressemitteilung und schicke sie über einen Verteiler an 500 Journalisten raus. Damit spamst du die Postfächer der Redaktionen zu und deine Meldung wird ungelesen gelöscht. So baust du keine Kontakte auf und schadest vielleicht sogar deinem Startup. Mal ehrlich, wer magazine schon Spam?

Und wie kommt man zu einem PR-Win?

Wer erfolgreich sein will, muss die eigene Nachricht oder Story erst einmal journalistisch bewerten: Ist sie wirklich interessant? Und wenn ja, welche Aspekte besonders? Außerdem muss man individuell vorgehen und sich mit den Journalistinnen und Journalisten beschäftigen. Worüber schreiben sie genau? Was brauchen sie?

Coolste PR-Maßnahme, auf die du rückblickend stolz bist?

Unserer Erfahrung nach braucht es weder teure PR-Occasions, Stunts noch irgendwelche Promis, um erfolgreich zu sein. Viel wichtiger ist es, journalistisch zu arbeiten und auf Redakteurinnen und Redakteure individuell einzugehen. Diese Methode funktioniert selbst bei großen Information am besten. Wir waren zum Beispiel stolz, welches Echo wir zum Launch der sozialen Lebensmittelmarke Share erzeugen konnten. Gefühlt gab es kaum kein Medium, das nicht über Share berichtet hat, das conflict Wahnsinn. Der Gründer Sebastian Stricker hatte sich damals sogar bei uns im Workplace eingenistet und mit uns gemeinsam alle großen Medienhäuser durchtelefoniert.

An welchen Arbeitstagen oder Situationen läuft’s bei euch im Staff richtig intestine?

Wenn die Presse groß über unsere Startups berichtet, brennt hier die Hütte. Wir sind ein bunter Haufen ziemlich ambitionierter Leute und feiern, wenn wir erreichen, was wir uns vorgenommen haben und unsere Startups 100 Prozent completely satisfied sind. Die besten Vibes gibt’s aber immer noch im echten Leben und nicht bei Google Meet. Als wir letzten Sommer bei niedrigen Corona-Fallzahlen die komplette Truppe für zwei Workshop, beziehungsweise Social gathering-Tage in Berlin zusammentrommeln konnten, fühlte sich das an, wie ein Treffen mit richtig guten Freunden. Sich trotz Distant-Kultur auch im echten Leben zu treffen, ist wahnsinnig wichtig für’s Teamgefühl und das gegenseitige Vertrauen.

Was conflict euer bestes oder lustigstes Assembly?

Ich erinnere mich an eine lustige Teamchallenge aus dem letzten Jahr. Jedes Staff musste einen bekannten Movie in einem zwei- bis dreiminütigen Video nachdrehen und die jeweils anderen Groups mussten erraten, um welchen Movie es sich handelt. Dabei wurde uns schmerzlich vor Augen geführt, dass kein kleiner Tarantino unter uns weilt. Und auch bei den Performing-Performances haben wir – ich sage es HR-like – noch viel Potenzial nach oben gesehen. (lacht) Ich wurde am Ende übrigens von dem langhaarigen Monster aus „The Ring” gekillt. 

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Hast du einen Tipp für Bücher oder Podcasts zum Thema Produktivität?

Das wichtigste Buch ist in meinen Augen “Scaling up” von Verne Harnish. Jede Seite darin vermittelt so viel nützliches Wissen zu Folks, Technique, Execution & Money, wie andere auf hundert Seiten. Wir nennen das scherzhaft immer die „Bibel für Gründerinnen und Gründer.” Scaling up zu lesen und zu verinnerlichen ist wie ein kleiner MBA. 

Was ist der beste Enterprise Recommendation, den du selbst je bekommen hast?

„It’s all concerning the individuals” – das ist ein Mantra, das uns seit Jahren in der Entrepreneurs’ Group gepredigt wird, einem weltweiten Netzwerk aus Unternehmerinnen und Unternehmern. Wir können das so unterschreiben und investieren mittlerweile viel Zeit und Geld, um den „greatest place to work“ zu bauen und genau die richtigen Leute für unser Staff zu finden. Dafür gibt es noch viel zu tun, aber wir sind auf einem guten Weg. Wir sind gerade 35 Leute und wachsen stark – fünf von unseren Mitarbeitern arbeiten im Folks Division, feilen an der Worker Expertise und finden neue Getpressis. Von hunderten Bewerbungen im Monat stellen wir aktuell nur ein Prozent ein – nämlich nur die, die zu 100 Prozent zu uns passen.



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