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Zypern entzieht russischen Oligarchen ihre „goldenen Pässe“


Die Flaggen Zyperns und der EU

Der EU-Mitgliedsstaat hat mehreren Oligarchen die Staatsbürgerschaft entzogen.


(Foto: AP)

Berlin Die Regierung von Zypern entzieht vier russischen Oligarchen und 17 Familienangehörigen ihre sogenannten „goldenen Pässe“. Das berichtete die zyprische Tageszeitung „Phileleftheros“. Die Milliardäre Michail Guzerijew, Alexander Ponomarenko, Wadim Moschkowitsch und Alexej Kusmitschew stehen auf EU-Sanktionslisten gegen Russland.

Für alle auf der Sanktionsliste stehenden insgesamt 1100 hochrangigen Kreml-Beamten, Oligarchen und anderen prominenten Geschäftsleute, die in wichtigen Wirtschaftssektoren wie Energie, Medien und Waffenindustrie tätig sind, gilt ein Einreiseverbot in die EU.

Alexej Kusmitschew ist unter den vier Oligarchen, denen nun die zyprische Staatsbürgerschaft wieder entzogen wird, der reichste: Auf 6,4 Milliarden Greenback taxiert das auf Wirtschaftsmagazin „Forbes“ sein Vermögen. Kusmitschew gilt als Mitbegründer der sanktionierten Moskauer Alfa-Financial institution sowie von Letter One – dem Investmentvehikel, über das er zusammen mit den Oligarchen Michail Fridman und Pjotr Awen eine Beteiligung am deutschen Öl- und Gasförderer Wintershall Dea hält.

Moschkowitsch ist einer der größten Landbesitzer und Agrarunternehmer, Ponomarenko ist der Aufsichtsratschef des Moskauer Flughafens Scheremetjewo. Guzerijew besitzt einen Ölkonzern und pflegt wegen seiner Aktivitäten in der Düngemittelindustrie enge Beziehungen mit Weißrusslands Diktator Alexander Lukaschenko.

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